Bauelemente:

Egal welches elektronische Projekt man umsetzen möchte, einige Bauelemente wird man fast immer benötigen und andere eher selten, oder nie.
Widerstände in allen Größen braucht man immer und überall. Deswegen ist der Kauf eines E12-Widerstandsortiments die beste Wahl. Natürlich kann man auch ein Sortiment der E24-Reihe verwenden, aber das sind doppelt so viele Widerstandswerte, die oft auch doppelt so teuer sind. Für Testaufbauten und normale Anwendungen sind die Werte der E12-Reihe absolut ausreichend.
Kondensatoren werden mindestens genau so oft verwendet, aber die Anzahl der verwendeten Werte sind nicht so hoch. Abgesehen von einigen Elkos mit Werten zwischen 1µF und 1000µF, braucht man am häufigsten Folienkondensatoren mit 1, 10 und 100nF zum Abfangen von Spannungs- und Stromspitzen an schnell schaltenden Bauelementen, wie Transistoren oder Schaltkreisen.
Die beiden gängigsten Transistoren sind NPN- und PNP-Typen. Je nach maximaler Versorgungsspannung kommen für NPN-Typen die Transistoren BC546 bis BC550 und die komplementären PNP-Typen BC556 bis BC560 in Frage. Mit einer maximalen Grenzfrequenz von über 100MHz und einem Maximalstrom von 100mA sind sie die "Alleskönner" unter den Transistoren.
Leuchtdioden (LED) in verschiedenen Farben werden als Anzeige für Schaltzustände verwendet. Normale Dioden braucht man vorwiegend zum Gleichrichten von Spannungen, zum "entkoppeln" von Ein- und Ausgangssignalen, oder als Schutzeinrichtung (Freilaufdiode) bei Verwendung von induktiven Lasten, wie Relais oder Spulen. Der Typ 1N4001 ist bis 50V spannungsfest und verträgt Ströme bis 1Ampere. Man kann mit ihnen auch Brückengleichrichter ersetzen, wenn man sie in Netzteilen verwendet. Platzsparender sind jedoch die echten Brückengleichrichter vom Typ B40C1000. Der Wert nach dem "B" gibt die Spannungsfestigkeit an und der Wert nach dem "C" ist der zulässige Maximalstrom in mA. Sehr platzsparend ist die Version im DIP- oder DIL-Gehäuse.
Veränderbare Widerstände gibt es als Potentiometer zum schieben und drehen und Einstellwiderstände gibt es auch als so genannte Spindeltrimmer. Die häufigste Verwendung von Potentiometern ist die Regelung von Spannungen (z.B.: Lautstärke), aber auch für Testaufbauten mit unbekannten Transistortypen sind sie sehr wertvoll. Mit ihnen kann man sich ohne das ständige Wechseln von Widerständen an die Grenzwerte von Transistoren oder ähnlichen Baugruppen "herantasten". Um auf möglichst viele Anwendungen vorbereitet zu sein, kommen Werte von 5k, 10k, 50k, 100k und 500kOhm in Betracht. Wenn man von jedem Typ zwei Stück im Haus hat, ist man für diverse Versuche bestens gerüstet.
Für eine stabilisierte Spannungsversorgung ist ein Festspannungsregler (78xx) sicher die einfachste und günstigste Wahl. Einen solchen gibt es in fast allen gebräuchlichen Ausgangsspannungen und maximalen Stromstärken. Der 5Volt-Typ (7805) liefert maximal 1Ampere, ist absolut überlast- und kurzschlussfest und für TTL-Anwendungen bestens geeignet. Wenn man plant, eigene Geräte mit Netzteil zu versorgen, sollte man sich mit ein paar Spannungsstabilisatoren bevorraten.
Als letztes fehlen nur noch ein paar Taster und Schalter, damit man auch per Hand steuern kann, selbst wenn es nur ein Hauptschalter ist, mit dem man den Versuchsaufbau ein- und ausschaltet.
Schaltkreise und andere DIL oder DIP Gehäuse lagert man am besten auf leitfähigen Schaumplatten.

Vielleicht sind auch für diverse Steuerzwecke ein paar Relais ganz nützlich. Falls man die Schaltungen später auf Platinen unterbringen will, braucht man geeignete Leiterplatten und Kupferdraht. Für Einzelstücke sind Lochrasterplatinen die erste Wahl.

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