Sicherheit geht vor!
Für die Richtigkeit, der auf meinen Webseiten gemachten Angaben, übernehme ich keinerlei Haftung!
Ein Nachbau bzw. Eigenbau geschieht immer auf eigenes Risiko!
Bei Arbeiten an Netzgeräten, oder deren Bauteilen immer einen Fachmann oder Elektriker hinzuziehen, oder besser ihm die Arbeit überlassen!
VDE-Vorschriften beachten und immer spannungsfrei arbeiten! Es besteht LEBENSGEFAHR!
Mein erstes Netzteil:
technische Daten:
- 25Watt Netzteil mit zwei Ausgangsspannungen
- 12V/2A und 5V/0,5A
Egal was man bauen möchte, ohne Strom geht nichts. Also baut man als erstes ein Netzteil. Da dieses aber mein erstes Projekt war, hatte ich
natürlich noch nicht den Bauteilevorrat, den ich jetzt besitze. Denn in der Zwischenzeit habe ich nicht nur weitere Bestellungen getätigt,
sondern auch sehr viele Geräte entsorgt - nachdem ich Brauchbares ausgebaut habe ;-)
Dieses Netzteil sollte ursprünglich nicht nur Spannungen für diverse Tests liefern, sondern in einer Riesenuhr sein zu Hause finden. Doch wie
sich schnell heraus stellte, ist der Stromverbrauch der 7-Segmentanzeigen schon deutlich über dem Limit. Um die Leistung des Netzteils besser zu
nutzen, brauche ich unbedingt einen Multiplexer für die Anzeige. Bis dieser funktioniert habe ich in die Uhr erst einmal ein anderes viel
kräftigeres Netzteil eingebaut. Doch nun erst einmal die technischen Details und die Planung.
Planung:
Da der eigentliche Zweck die Speisung einiger sehr großer 7-Segmentanzeigen ist, brauche ich 12Volt mit mehr als 1 Ampere. Am besten gleich
zwei, dann hat man noch etwas Reserven. Da aber das Herz der Uhr nicht mit 12V arbeiten kann, sondern 5Volt benötigt, habe ich einfach einen
5Volt-Stabi parallel geschalten. Bei einer Leerlaufspannung von etwa 14Volt aus dem Trafo hat man jedoch schnell ein Problem. Wenn in den Stabi mehr als
12Volt reingehen und "hinten" nur 5Volt rauskommen, muss die überschüssige Leistung verheizt werden. Man darf also keinesfalls zu hohe
Ströme auf der 5Volt Seite verbrauchen, sonst wird die Verlustleistung des Stabis zu groß und das Teil wird gekocht. Kaputt geht er sicher nicht,
weil er über ausgezeichnete Schutzschaltungen verfügt, aber die Uhr wird ohne 5Volt nicht funktionieren. Da ich aber nur ein paar Schaltkreise mit
den 5Volt versorgen muss, wird der Stromverbrauch kaum 20mA erreichen. Die LED des Netzteils verbraucht gerade mal so viel, bzw. so wenig. Ich besaß
zu diesem Zeitpunkt jedoch nur die 2Ampere "S"-Typen der Festspannungsregler (78S12 und 78S05) und habe diese nicht nur verbaut, sondern im
Schaltplan auch so beschriftet. Später habe ich den beiden Stabis dann noch je eine Schutzdiode "zu Füßen" gestellt, was im
Schaltplan nicht verzeichnet ist. Die Werte der Widerstände hab ich weggelassen, weil noch nicht klar war, welche LED-Typen ich verwenden werde. Die
Werte kann man sich aber selbst leicht ausrechnen, oder einfach ausprobieren.
Schaltplan (klick mich):
Die Sicherungen sind nur dann sinnvoll, wenn der maximale Strom der Stabilisatoren nicht erreicht werden darf! In diesem speziellen Fall betrifft es
vorrangig den 5Volt-Aausgang, da er definitiv nicht in der Lage ist 2A zu liefern und eine extrem hohe Verlustleistung besitzt.
Umsetzung:
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Für diesen Prototyp habe ich eine Lochrasterplatine verwendet. Hartpapier war mir nicht stabil genug, weil der Trafo
schon recht schwer ist. Ich setzte lieber auf Epoxyd und war über diese Entscheidung froh, als mit das gute Stück vom Tisch fiel.
Neben dem Trafo auf der einen Seite steht ein 2-poliger Schraubanschluss für die Netzleitung (im Bild oben) und auf der anderen Seite die Sicherung
für die Primärseite. Auf der rechten Seite sieht man die beiden Sekundärsicherungen, darüber die beiden Status-LED und darunter den
3-poligen Schraubanschluss für die Kleinspannung. Da der Platz mehr als ausreichend war, habe ich einfach alles so positioniert, wie auf dem Schaltplan
zu sehen ist. Wie schon oben erwähnt, habe ich ein paar Monate Später die Schutzdioden hinzugefügt. Man weis ja nie, für was das gute
Stück mal verwendet wird. |
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Zum Zeitpunkt des Baues hatte ich noch keinen Brückengleichrichter, aber einen ganzen Sack voller Gleichrichterdioden.
Man verwendet, was man hat und so habe ich 4 solcher Prügel auf die Platine gelötet. Ironischerweise hatte ich auch keine vernünftigen Elkos.
Die einzigen, die überhaupt in Frage kamen waren 2x 4700/16V und 2x2200/25V. Eigentlich viel zu groß, aber es geht. Bis die Spannung nach dem
Abschalten tatsächlich weg ist, dauert es natürlich eine Ewigkeit. |
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Da die Kondensatoren C3 bis C6 so dicht wie möglich am Stabi sitzen müssen, war es sehr praktisch, dass alles
zwischen die Rippen des Kühlkörpers passte. Obwohl überall noch reichlich Platz war, ist es gut zu wissen, dass man alles auch sehr dicht
zusammen quetschen kann. Diese Anordnung habe ich einfach beim nächsten Netzteil wieder verwendet und werde wahrscheinlich dabei bleiben. Es ist
einfach und hat bis jetzt noch nie ein Problem verursacht. |
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